Projekt Gruppen-Homeschooling in Polen

 

Viele Eltern suchen nach anderen Unterrichts- und Lernformen als die der „klassischen Schule“.

In Deutschland besteht Schulpflicht, in anderen Ländern wie z.B. Polen nur Lernpflicht.

Kinder, die dort nicht in die Schule gehen, privat lernen und dann den verlangten Schulstoff in einer externen Prüfung bei der Schule, bei der sie angemeldet sind,  nachweisen, werden als Homeschooling-Kinder bezeichnet.

Nachteile solchen Lernens können die Vereinzelung des Kindes und elterlicher Stress sein.

Nicht jede/r hat Zeit, Kraft oder fühlt die Berufung, sich mit seinem Kind täglich so umfassend zu beschäftigen, sucht aber dringend eine Alternative zur normalen Beschulung.

Genau hier ist unser Angebot. 

In Freiheit, aber nicht einsam: lernen, spielen, wandern, forschen, Welt-Erfahrungen machen.

Aus selbst gemachter Erfahrung bis zur sechsten Klasse können wir sagen: Der verlangte Schulstoff lässt sich locker in zwei, drei Monaten bei 2 Stunden täglich erarbeiten.

Die externen Prüfungen zu bestehen, soll also nur ein Nebenprodukt unserer Arbeit sein.

Ziel unseres Projektes  ist vielmehr:

Stressfrei mit Kreativität, Künstlerischem  und Fantasie teamfähig zu werden und ein selbstverantwortlicher und selbstständiger Mensch!

 

Pädagogische Grundlagen

In meinem [mehr zu meiner Person siehe  später] Gruppen-Homeschooling-Projekt finden sich Elemente aus der Waldorfpädagogik, der Montessori-Schule, der Peter-Petersen- Schule, der demokratischen Schule.

Ansichten des Gründers der Summerhill-Schule in England sind mir ebenso nahe wie die umfassende, aufopfernde Liebe von Janusz Korczak.

Aus der Schetinin-Schule in Russland kommt die unvergleichliche Wissens-Osmose, der ich versuche, mich anzunähern. 

Die folgenden Grundansätze sind mir besonders wichtig.

 

Wieviel Freiheit ist möglich? Brauchen Kinder keine Grenzen?

        Aus meinen Studien, Erfahrungen, meiner Suche zu diesem Thema ergibt sich: Es geht nicht um Grenzen, sondern Willenseinklang.Um gegenseitiges tiefes Verstehen des anderen Menschen. Je mehr ich lerne, so zu sein, um so lieber sind meine Kinder, um so mehr lieben wir einander, um so schneller und leichter finden wir Lösungen. Das wichtigste Werkzeug dabei ist für mich das aktive Zuhören, beschrieben im Buch von Thomas Gordon „Familienkonferenz”, sowie die Grundsätze der Gewaltfreien Kommunikation.

 

Was ist mit der Faulheit?

Wenn wir nicht „draufdrücken“, lernen die Kinder doch nichts, oder?

Welch ein Unsinn! Kinder sind von Natur aus neugierig, aktiv. Sie hören auf, es zu sein, wenn sie zu oft zu Dingen gezwungen wurden, die ihnen nichts bedeuteten, die lästig, peinlich oder schlicht überflüssig waren. Weil beinahe all unsere Kinder in dieser Weise schon geschädigt sind, braucht man eine gewisse Schonzeit, um zur ursprünglichen Aktivität zurück zu finden. Deshalb plane ich den ersten Homeschooling Monat zu nutzen zum Kennenlernen, gemeinsamen Spielen, Wandern, Miteinander-Sein, ohne eine einzige vorgegebene Unterrichtsstunde. Möglicherweise kommt der Impuls, etwas Schulisches tun zu wollen,  schon nach zwei Wochen. Dann legen wir los!

 

 Warum so viel künstlerische Tätigkeit?

Für mich ist Kunst und Schönheit keine Zutat, sondern das Wesen der Welt. Die Welt ist wunderherrlich, übervoll von Schönheit. Außerdem entwickeln künstlerische Tätigkeiten, wie man längst weiß, besonders stark das Zusammenspiel der rechten mit der linken Gehirnhälfte.

 

Warum so viel Waldorfinhalt?

Ich bin durch meinen Lebenslauf stark geprägt von Waldorfpädagogik, ohne fanatische Anhängerin zu sein. Allerdings finde ich folgende Zitate des Gründers der Waldorfschulen, Rudolf Steiner, sehr bemerkenswert, und viele Ansätze einmalig.

1.   Der Stundenplan ist der Tod der Schule.

2.   Anstatt Kinder zu erziehen, sollte man sich selbst erziehen, und die Kinder erziehen sich an diesem Vor-Bild von allein.

3.   Man soll keine Vorurteile haben. Man soll alles, was man hört, und wenn es das Absurdeste ist, wenigstens für einen Moment für möglich halten, und es prüfen.

4.   Glauben Sie mir nichts auf Autorität. Prüfen Sie selbst.

5.   Leben in der Liebe zum Handeln und Leben lassen im Verständnis des fremden Wollens ist die Grundmaxime des freien Menschen.

 

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